Österreich im Krisenmodus

Die ÖVP kann nicht mit Kurz in Neuwahlen gehen. Sie soll eine honorige Person als Kanzler vorschlagen und die Regierung fortsetzen.

Nicht. Schon. Wieder. Alle zwei Jahre eine innenpolitische Detonation. Von heute auf morgen befindet sich Österreich wieder im Krisenmodus. 2017: die Kurz-Machtübernahme. 2019: Ibiza. Und jetzt das Kurz-Debakel. Wenigstens weiß man schon, was kommt: Die rote Tapetentür in der Hofburg verwandelt sich in eine Drehtür, der Bundespräsident schmökert in seinem verfassungsmäßigen Pflichtenheft, eine politische Erklärung jagt die nächste, und die Fernsehanalysen gehen in Dauerschleife. Mit der Steuerreform hat Türkis-Grün gerade erst ein großes, gemeinsames Projekt vorgelegt, aber noch ehe es durchs Parlament gehen konnte, ist schon wieder alles anders. Schade. Für Werner Kogler ist es sicher nicht leicht, dem Bundeskanzler den Sessel vor die Tür zu stellen und dabei die eigene, grüne Regierungsbeteiligung zu riskieren. Aber Kogler, ein Kurz-Versteher bis zur Selbstaufgabe, hat sich zum Schlussstrich unter das „System Kurz“ entschlossen.

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